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Hinter dem provokanten Titel «Men Are Stupid and They Like Big Boobs» verbirgt sich ein Buch über plastische Chirurgie von der Frau, die alle OPs selber erlebt hatte – dem amerikanischen Comedy- und TV-Star Joan Rivers. Die Autorin war zeit ihres Lebens eine in jeder Hinsicht Aufsehen erregende Person, unter anderem wegen der vielen chirurgischen Eingriffe. Die schwarze Ironie ist, dass sie auf dem Operationstisch starb. Review eines Beauty-Buches von einem OP-Junkie.

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Bin zurzeit viel auf Reisen und nehme dieses Buch als Hotellektüre mit. Der Titel «Men are stupid and they like big boobs» sorgt regelmäßig für verwunderte Blicke in der Öffentlichkeit. Ein guter Conversation Starter.

Das Buch ist von Joan Rivers, einem Comedy- und TV-Star aus den USA. Geboren in 1933, starb sie 2014 auf dem OP Tisch bei einem minimalinvasiven Eingriff. Das hat bittere Ironie, denn sie war ihr ganzes Leben eine Befürworterin der Schönheitschirurgie und legte sich dutzende Male für große Operationen unters Messer.

Am Tag ihres Todes lief im Operationssaal wohl einiges schief. Eine nicht autorisierte Ärztin führe zusätzliche Eingriffe durch, erste Anzeichen des Kreislaufkollaps wurden übersehen, und es stellte sich heraus, dass die Ärzte keine Erfahrung mit Reanimation hatten. Alles vermeidbare und dumme Schlampereien.

Und Probleme, vor denen Joan in ihrem Bestseller eindringlich warnt. Im Buch mit dem provokanten Titel geht es um plastische Chirurgie. Die Autorin erzählt über die Details von verschiedenen Eingriffen (Botox, Facelift, Fettabsaugung, Brust- und Nasen-OPs und so weiter), was man zu beachten hat, welche Komplikationen es geben kann und was die Risiken sind.

Klingt nach schwerer Kost, liest sich aber sehr leicht und schnell. Zum Teil dank der vielen Witze (Joan war schließlich ein Komik-Profi, vor ihrem Tod war sie die bestbezahlte Frau der amerikanischen Comedyszene).

Zum anderen, weil die Gesamtattitüde des Buches so positiv und optimistisch ist. Im besten Sinne amerikanischjeder kann alles erreichen, der Mensch hat unbegrenzte Freiheit sein Leben zu gestalten, auch was seinen Körper angeht. Man kann immer besser werden und muss sich nicht mit den unschönen Seiten des Alterns abfinden, wenn man sie nicht mag. Das ist auch der Grund, warum dieses Buch lesenswert ist. Wegen des Geistes der Freiheit, der Überzeugung, dass die Zukunft etwas Wunderbares ist.

Die Methoden der Schönheitschirurgie wurden seit dem Erscheinen des Buches besser, sachlich ist es nicht mehr auf dem neusten Stand. Einen allgemeinen Überblick über Arten von Eingriffen bekommt man trotzdem.

In diesem Video sieht man Aufnahmen von Joan Rivers in ihrer Jugend.

Auch zu beachten: in jedem Kapitel wiederholt Joan, wie wichtig ein guter Arzt ist, dass man bei der Chirurgie nicht sparen und das erste oder das billigste Angebot nehmen soll. Und dass man bei jeder OP sterben kann.

Als eine Frau, die beruflich vor der Kamera stand, fing sie mit der eigenen Verschönerung recht früh an. Mit 33 straffte sie die Augenlider. Danach optimierte sie ihr Äußeres munter weiter.

Ein Grund war wohl, dass sie sich für nicht besonders hübsch hielt – sie entsprach nicht den Idealen ihrer Zeit. Auf den Fotos aus ihrer Jugend sieht man heute eine attraktive Frau. Damals ging sie aber wohl nur als Komik-Figur durch.

Der andere Grund für die vielen OPs (manche Quellen nennen 78!) war der Glaube, dass man alles technisch mögliche tatsächlich tun soll, wenn man glaubt, dadurch ein glücklicherer Mensch zu werden.

Hier sieht man Joan Rivers wie sie zwei Jahre vor ihrem Tod über die Tücken des Alters spricht. Sie war 79 Jahre alt:

Und zumindest dem Buch nach zu beurteilen, war Joan mit sich im Reinen und führe ein erfülltes Leben. Als sie starb, war sie 81 und aktiv wie nie zuvor – Auftritte auf der Bühne, im TV, Familie, Lover (sie sprach offen über aktives Sexleben), neue Projekte, Reisen. Und eben auch weitere Nachbesserungen mit Skalpell.

Zuerst war Joan Rivers eine Vorzeigefigur der plastischen Chirurgie, weil alle Eingriffe harmonisch aussahen. In den späteren Jahren wurde sie für das künstliche Aussehen ausgelacht. Und es stimmt, sie sah nun mal nicht wie eine Durchschnittsoma aus. Man muss dabei nur bedenken, dass die Frau in den letzten Aufnahmen nicht etwa Mitte 50, sondern 78–81 Jahre alt ist!

Man kann von ihrer Person und dem Wunsch immer schön zu sein halten, was man will. Aber die Frau stand zu ihren Überzeugungen. Das Buch lässt einen an ihrer grenzenlosen Energie teilhaben.

Das Buch kann man in allen gängigen Onlineshops kaufen, zum Beispiel bei Amazon. Oder man leiht es für zwei Wochen auf der non-Profit Webseite archive.org aus.

Was denkt ihr, waren die OPs von Joan Rivers Top oder Flop?

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