Gestern hörte ich einen Podcast zum Thema Beauty, wo die Sprecher sich einig waren, dass das sogenannte Insta-Make-up out ist. Interessant waren auch die Beobachtungen der Beauty-Insider über die Hintergründe der Trendwende. Sind harte Contouring-Looks mit viel Highlighter, perfekten Augenbrauenbogen und extra langen künstlichen Wimpern passe und die natürliche Schönheit auf dem Vormarsch?

Mit Insta-Make-up sind die Looks gemeint, wo die Haut dank dicker Schicht Foundation und Fotofiltern makellos aussieht, die Wangen gnadenlos durch Contouring und Highlighter neu modelliert sind, und der Blick unter den grafischen Augenbrauen und übermenschlich langen falschen Wimpern verführerisch anlockt. Diese Ästhetik kennt mittlerweile jeder.

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Doch jetzt hat sich der Zeitgeist geändert. Man (also hauptsächlich Frau) hat sich satt gesehen und die Geduld verloren, dieser künstlichen Perfektion nachzueifern. Die Trendsetterinnen heute zeigen sich mehr und mehr mit dem No-Make-Up Make-up. Also möglichst natürlich. Was nicht heißt, dass sie weniger Zeit vor dem Spiegel verbringen. Nur soll das Ergebnis neuerdings nicht mehr nach viel Arbeit und komplexen Farbverläufen aussehen.

Die Kehrtwende kam spätestens mit der Hochzeit von Meghan Markle. Bei ihrem royalen Look fing der Visagist Daniel Martin die allgemeine Stimmung ein und ließ die Braut strahlend frisch und scheinbar ungeschminkt mit sichtbaren Sommersprossen zum Altar schreiten. Seitdem ist klar, dass man sich selbst für feierliche Anlässe nicht wie eine Barbiepuppe schminken muss.

 

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Die Beauty-Industrie Insider erklären die Wende außerdem damit, dass Instagram nun zur Standard-Plattform für alle etablierten Beauty-Brands und Visagisten geworden ist, die mit leichter Hand arbeiten und in der Lage sind, Schönheit mit dezenten Mitteln zu unterstreichen.

In den Anfangsjahren des Instagram hielten sie sich von dem Netzwerk fern und überließen das Feld den Laien und enthusiastischen Autodidakten, deren Können begrenzt war und sich vor allem auf gut sichtbare Techniken mit viel Farbeinsatz konzentrierte. Subtilität war nicht ihre Stärke, da sie Ausbildung und viel Erfahrung erfordert. Daher auch die grellen expressiven Looks, die für mehrere Jahre die Schönheitsideale prägten.

Doch seitdem Chanel und Co. Insta-Profile eingerichtet haben, sieht man vermehrt Bilder von immer noch perfekten, aber natürlicher aussehenden Frauen. Die Profis bringen die klassische zurückhaltende Eleganz mit ins Spiel, die auch Menschen ohne künstlerische Ambitionen anspricht.

Ein anderer Grund für die Abkehr vom Insta-Stil ist das Altern. Die Teenager, die den Kim K Look begeistert nachschminkten, sind nun erwachsener geworden und müssen merken, dass die vielen Schichten Schminke, die sie früher trugen, sich nun in den Poren und Fältchen absetzen, die vor paar Jahren noch gar nicht da waren. Da schaltet man automatisch auf «weniger ist mehr» um.

Natürlich werden die Stars, die den typischen Insta-Look erfunden und mit ihm erfolgreich geworden sind, auch weiterhin das vertraute Feld beackern. Sie können einfach nicht anders. Es ist schwer vorstellbar, dass Huda Kattan oder die Kardashians ihren Kurs um 180 Grad ändern können. Aber aktuell laufen sie damit Gefahr wie Dinosaurier auszusehen, die den Anschluss an die Trends verpasst haben.

 

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Für die Beauty-Industrie bedeutet es, dass der Absatz von riesigen Paletten mit dutzenden von Lidschatten- und Highlighter-Tönen sinkt. Die Brands launchen aus Gewohnheit (und wegen Jahre im Voraus geschriebener Marketingpläne) zwar immer neue Make-up Produkte in diesem Stil, aber der Höhepunkt der Begeisterung liegt bereits in der Vergangenheit. Heute sehen die bunten Paletten von Huda, Limecrime und Co. etwas veraltet aus.

Was denkt ihr, ist da was dran? Und welchen Stil bevorzugt ihr? Was sieht für euch moderner aus, das „volle Programm“ Make-up von Huda Kattan & Kim K oder der Look von Meghan?

 

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